Kriechen schwarz-gelbe Insekten aus dem heimischen Gartenboden bevor sie sich in die Lüfte erheben, muss es sich nicht zwingend um Wespen handeln. Schwebfliegen, die auch Schlupfwespen genannt werden, sehen Wespen täuschend ähnlich. Es macht deshalb wirklich Sinn, sich die Tiere erst mal genauer anzuschauen, bevor allgemeine Hysterie ausbricht.



Erdwespen im Garten bestimmen

Foto vom WespennestWespen besitzen die bekannte Wespentaille, sind also an dem Punkt zwischen Brust- und Hinterteil extrem dünn. Eine Schwebfliege hat dagegen einen langgezogenen Leib mit nur geringer Ausprägung einer Taille. Sie ist in ihrem Verhalten eher ruhig und bedacht. Eine Wespe fliegt normalerweise hektisch und wirkt aufgeregt. Es gibt auch noch harmlose, einzeln lebende Erdwespenarten, die ihre Eier in Erdröhren legen. Diese Löcher sind nur so groß, dass eine Wespe gerade so durchpasst. Ganz anders sieht der Einlass eines kompletten Wespenstaates aus. Sollte sich tatsächlich eine Wespenkönigin im Gartenboden niedergelassen haben, ist äußerste Vorsicht geboten. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich um die Gemeine Wespe. Mit Vorliebe sucht diese Wespenart Hohlräume im Boden zum Nestbau aus, wie zum Beispiel Gänge von Wühlmäusen. Der Zugang ist dann auch entsprechend größer und meist gibt es keinen oder nur ganz wenige Nebenausgänge.

Erdwespen bekämpfen

In der Erde lebende Wespenvölker reagieren oftmals äußerst aggressiv. Vielleicht liegt es daran, dass sie im Boden schneller realisieren, wenn sich jemand nähert. Kritisch kann es für eine Person werden, die aus Versehen auf ein Nest tritt. Deshalb sollte ein Wespennest nach Entdeckung unbedingt gekennzeichnet bzw. abgesperrt werden, damit niemand mehr zu nahe kommt. Besonders Kinder müssen wissen, dass es für sie besser ist, die Stelle zu meiden. Auf das Barfußlaufen im Garten sollte man komplett verzichten. Durch Umgraben des Erdreiches kann man die Erdwespen im Garten bekämpfen und sie zu einem Umzug zwingen. Für eine solche Aktion braucht man allerdings die richtige Ausrüstung, idealerweise ein Imkeranzug. Ohne Schutz werden sich die Wespen zu verteidigen wissen! Viel sicherer ist, sich an einen Experten zu wenden. Auskunft erteilt die zuständige Stadtverwaltung.