Wem bekannt ist, dass er auf einen Wespenstich allergisch reagiert, wird sich ganz besonders vor den stechenden Insekten fernhalten und Plätze meiden, an denen sich Wespen aufhalten. Zu Recht, denn mit einer Wespengiftallergie ist nicht zu spaßen. Betroffene Personen werden bereits ihre leidvollen Erfahrungen hinter sich haben. Allerdings wissen viele Menschen gar nicht, dass sie auf Wespengift allergisch reagieren.



Symptome bei einer Wespenallergie

Foto vom WespennestEin Mensch, der von einer Wespen gestochen wurde, sollte keinesfalls die nächsten zwei Stunden alleine verbringen, damit jemand da ist, der notfalls Hilfe holen kann. Schlimmstenfalls kann als allergische Reaktion ein anaphylaktischer Schock eintreten, der zu einem Versagen des Herz-Kreislauf-Systemes führen kann. Symptome sind verengte Luftwege, Übelkeit und Erbrechen, schneller Puls, Kaltschweiß und Blässe, Krämpfe, Blutdruckabfall bis hin zur Bewusstlosigkeit. Bei diesen Anzeigen muss dringend ein Notarzt herbei. Bis zu seinem Eintreffen wird der Allergiker flach hingelegt, wobei es besser ist, wenn die Beine und der Unterkörper hoch liegen, damit das Blut ins Gehirn fließen kann. Auf dem gesamten Körper auftretende Nesselsucht, sowie ein Brennen auf der Zunge mit Sprachschwierigkeiten sind ebenfalls Hinweise auf eine Allergie.

Notfall-Set bei Wespengiftallergie

Betroffene sollten sich dringend für weitere Wespenstiche wappnen und sich einem Allergietest unterziehen. Um künftig bei eventuellen Wespenstichen sofort reagieren zu können, empfiehlt sich ein Notfall-Set, bestehend aus einem Allergiepass und Medikamenten, die einem anaphylaktischen Schock sofort entgegen wirken. Normalerweise ist bei dem Set ein Autoinjektor dabei, damit die Mittel unmittelbar in die Muskulatur gespritzt werden können. Der behandelnde Arzt und auch der Apotheker, bei dem das Paket besorgt werden kann, wird über die genaue Vorgehensweise informieren, um bei Bedarf richtig reagieren zu können. Dieses Notfall-Set sollte in den Sommermonaten stets greifbar sein und auch bei Ausflügen mitgeführt werden. Bei einer starken Wespenallergie wird der Arzt sogar zu einer Hyposensibilisierung raten. Bei 70 % bis 80 % der behandelten Allergiker hat sie Erfolg, so dass allergische Reaktionen auf Wespenstiche zukünftig ausbleiben.